Informationen des Bürgermeisters
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,
der 11. September war schon ein besonderer Tag in der Geschichte der Gemeinde. Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Gelbensande haben ihr neues Feuerwehrauto, ein HLF 20, bekommen. Das alte Auto, die »Oma«, ist 26 Jahre alt. Es ist eine andere Generation von Löschfahrzeug. Und allen ist bewusst, Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe für die Gemeinde. Der Schutz des Lebens, der Sachwerte und nicht zuletzt der Umweltschutz muss durch alle getragen werden. Wir, die Gelbensander und Willershäger, sind uns dessen bewusst.
Die Gemeindevertreter haben vor sechs Jahren eine Arbeitsgruppe aus Gemeindevertretern und Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr beschlossen. Es gab für diese Gruppe nur eine Aufgabe: Sie sollten, ausgehend von der Brandschutzbedarfsplanung, die Kriterien für ein neues Löschfahr-zeug ermitteln. Da ging es um das auszuwählende Fahrgestell und natürlich um die Ausstattung und Ausrüstung, um für die kommenden Jahrzehnte gewappnet zu sein. Der Vorschlag war dann ein HLF 20, ein Löschfahrzeug, das dem heutigen Stand der Technik entspricht. Wir wissen zurzeit nicht, welchen Einfluss die KI, die künstliche Intelligenz, auf Einsatzführung zukünftig haben wird, wie sich der Einsatz von Drohnen gestaltet. Die Gemeindevertreter haben bewusst in den vergangenen Jahren das neue Fahrzeug bei der Beschlussfassung zu den Haushalten der Gemeinde berücksichtigt. Über eine halbe Million € ist die größte Investition, die in den vergangenen Jahren umgesetzt wurde. Aber alle sind sich einig, es war eine richtige Entscheidung.
Es war für mich als Bürgermeister eine große Ehre, dem Wehrführer die Zündschlüssel für das neue Fahrzeug in treue Hände zu übergeben. Ich gehe davon aus, dass die Kameradinnen und Kameraden mit diesem Fahrzeug ihren Auftrag für die Gemeinschaft erfüllen können, dass sie nach jedem Einsatz gesund zu ihren Familien, zu ihren Freunden zurückkehren.
Das Festwochenende vom 11. bis 13. September zeigte, dass das Löschfahrzeug allen gehört. Vielen Dank an das Organisationsteam der Freiwilligen Feuerwehr, an die Vereine, an den Kindergarten, an den Seniorenbeirat und die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses, die sich hier aktiv eingebracht haben.
Seit 5 Jahren arbeiten wir in der Gemeinde aktiv mit der Ostseestiftung zusammen. Gemeinsam haben wir Trittsteine in Willershagen geschaffen, wie die Feldhecke am Achterberg. Wichtig sind aber auch die kleinen Projekte mit den Kindern und Jugendlichen. Das Steinbeet auf der Streuobstwiese, das Insektenhotel und die Naschecke am Heidetreff sind einige der Arbeitsergebnisse. Sicherlich wird es in den kommenden Jahren weitere spannende Ideen geben, die auf ihre Umsetzung warten.
Zum Abschluss der ersten Schulwoche des Schuljahres 2026/27 führten die Kinder der Grundschule Blankenhagen die Ergebnisse ihres Zirkuswochen-Projektes vor. Es war unglaublich, wie die Schülerinnen und Schüler über sich hinauswachsen, ob in der Arena, ob am Trapez oder als »Tiger und Löwen«. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man weiß, dass der Förderverein der Grundschule eine nicht unbeträchtliche Summe aus dem Gemeindehaushalt bekommen hat, um solch Erlebnisse zu schaffen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wenn Sie diesen Artikel lesen, ist die Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern Geschichte. Unabhängig vom Wahlergebnis werden die Gemeindevertreter auch in den kommenden Jahren alles daransetzen, dass sich unsere Dörfer weiterentwickeln.
Lassen Sie es uns gemeinsam mit Optimismus, Freude und Tatkraft angehen.
Ihr Manfred Labitzke
Bürgermeister Gemeinde Gelbensande
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,
Der Sommer 2026 zeigt sich Temperaturmäßig von der besten Seite. Die eine oder andere Temperatur übersteigt auch das Wohlfühlmaß . Aber die Ferienkinder und die Urlauber genießen es.
Es ist gut, dass im Mehrgenerationenhaus „Heidetreff“ wie in den vergangenen Jahren auch Ferienspiele stattfinden. Der Jugendsozialarbeiter der Volkssolidarität und die Mitarbeiterin der Gemeinde haben in der Vorbereitung gute Arbeit geleistet, so dass die Ferienkinder eine unbeschwerte Zeit erleben können. Dafür vielen Dank.
Anfang Juli hat sich der neu gewählte Seniorenbeirat der Gemeinde konstituiert. Antje Frieseke wurde als Vorsitzende des Beirates für die kommenden 2 Jahre wiedergewählt. Ich bin überzeugt, dass wir in den kommenden Monaten an der einen oder anderen Stelle die Tätigkeit des Seniorenbeirates spüren werden.
In den vergangenen 4 Jahren haben wir viele Investitionen realisiert, die die Infrastruktur der Gemeinde deutlich verbessert haben. Das lange geplante neue Löschfahrzeug wird mit großer Wahrscheinlichkeit im September ausgeliefert. Andere große Projekte haben wir im diesjährigen Haushalt nicht vorgesehen. Noch im vierten Quartal wird der asphaltierte Teil der Bahnhofsstraße saniert. Damit werden unzählige Schlaglöcher verschwinden und Bahnfahrer bekommen einen besseren Eindruck, wenn sie unsere Gemeinde besuchen. So mancher Stoßdämpfer wird auch dankbar sein.
Vor einigen Jahren haben wir mit Fördermitteln den Parkplatz vor der Kita gebaut. Zwei Stellplätze wurden für zukünftige Ladesäulen für E-Autos eingerichtet. Versuche, in den vergangenen Monaten einen Stromanbieter für die Ladesäulen zu finden, schlugen fehl. Nach intensiven Gesprächen mit den Stadtwerken unserer Nachbargemeinde bietet sich jetzt eine akzeptable Lösung an. Die ehemalige Osmosefläche am Sportplatzweg ist seit der Wende ein Problemkind in der Entwicklung der Gemeinde. Gemeinsam mit EU- Geldern, Landesmitteln und Geld aus dem Haushalt der Gemeinde konnte diese alte Betriebsstätte saniert werden. Die Gemeindevertretung hat im Vorfeld der Sanierung ein Konzept für die Nachnutzung erarbeitet.
Nach dem Abschluss der Sanierungsarbeiten zeigte sich aber, dass diese große Idee eines Kultur- und Freizeitparks nicht umsetzbar ist. Der Park schrumpfte deutlich zusammen. Ein neuer Sportplatz mit einem Sportlerheim passte nun nicht mehr in das verkleinerte Konzept. Auf dem jetzigen Holztränkplatz wird eine Minivariante des Kultur - und Freizeitparkes entstehen. Neben dem jetzigen Spielplatz sind ein Bolzplatz und ein Bewegungsparcours der Generationen vorgesehen. Die Gemeindevertretung wird im August die ersten Beschlüsse dazu fassen.
Die Eigentümerin des verbliebenen Teils am Sportplatzweg, das Land MV, hat sich kürzlich entschieden diese Fläche im Herbst 2026 in die öffentliche Versteigerung zu geben.
Im Flächennutzungsplan der Gemeinde ist dieser Bereich als eingeschränktes Gewerbegebiet ausgewiesen. Es ist zu hoffen, dass sich dann ein Investor findet der das Objekt nicht nur als Spekulationsobjekt betrachtet.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die Vereine der Gemeinde und die Einrichtungen der Gemeinde, also dass Mehrgenerationenhaus und der Bauhof und die Feuerwehr, bereiten in den kommenden Monaten den Haushalt 2027 für Gelbensande vor. Das ist keine leichte Aufgabe. Die finanziellen Einnahmen sind begrenzt, viele Aufgaben sind Pflichtaufgaben, die einfach umzusetzen sind. Ich hoffe aber, dass wir noch einen akzeptablen Haushalt aufstellen können.
Lassen Sie uns gemeinsam mit Optimismus, Freude und Tatkraft die nächste Zeit angehen.
Manfred Labitzke
Bürgermeister
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,
die Bürgermeister des Amtes Rostocker Heide haben in einem offenen Brief an die Ministerpräsidentin unseres Bundeslandes die finanzielle Situation der Gemeindehaushalte unseres Amtes dargestellt. Es zeigt sich, dass wir in absehbarer Zeit unsere Aufgaben, die sich aus der kommunalen Selbstverwaltung ergeben, nicht mehr finanzieren können. Wir erwarten, dass der Bund und das Land hier ihre Verantwortung für die finanzielle Situation vor Ort bewusster wahrnehmen. Für den 9.7. d.J. haben wir mit dem Kommunalminister unseres Bundeslandes Christian Pegel einen Gesprächstermin vereinbart. Ich gehe davon aus, dass beide Seiten aus dieser Runde mit einem besseren Verständnis herausgehen.
Der Bund und das Land haben sich auf eine Stärkung der gesellschaftlichen Infrastruktur verständigt. Die Verteilung des Budgets auf die Kommunen erfolgt anhand der Einwohnerzahlen. Das Budget für die Gemeinden des Amtes wird als Gesamtsumme durch den Landkreis Rostock beziffert. Der Amtsausschuss beschließt dann Ende des Jahres 2026 mit den Stimmen aller 13 Mitglieder die Projektlisten im Rahmen des verfügbaren Investitionsbudgets. Auf dieser Basis erlässt dann der Landkreis die entsprechenden Zuwendungsbescheide für die jeweiligen Einzelprojekte gegenüber den Gemeinden.
Die Gemeindevertreter der Gemeinde Gelbensande haben sich am 11.6. in einer ersten Runde über mögliche Projekte verständigt. Die Projekte für Gelbensande werden dann im August/September d.J. verabschiedet. Sowie eine vom Landkreis bestätigte Projektliste vorliegt, werde ich auf einer Einwohnerversammlung darüber informieren.
Auf der oben genannten Sitzung hat der Seniorenbeirat über seine Tätigkeit in der vergangenen Wahlperiode berichtet. Überzeugend legte die Vorsitzende des Beirates dar, wie die acht Mitglieder die gesellschaftlichen Aktivitäten in Gelbensande und Willershagen unterstützen und begleiten. Dafür vielen Dank.
Auf dieser Sitzung wurden dann auch die neuen Mitglieder bestätigt.
In seinem Tätigkeitsbericht stellte der Jugendsozialarbeiter der Volkssolidarität Rostock-Land/Bad Doberan die Arbeit in der Gemeinde vor. Ohne seine Arbeit wäre eine wirksame Ferienbetreuung in der Gemeinde nicht möglich. Auch die Gestaltung des Kindertages 2026, die Zusammenarbeit mit dem NABU bei den verschiedenen Umweltprojekten fällt in seinen Bereich. Und die Kinder und Jugendlichen haben mit ihm immer einen Ansprechpartner, wenn sie den entsprechenden Wunsch haben.
Im Juni trafen sich Vertreter der Gemeinde, des Abwasserzweckverbandes und eines Planungsbüros zur weiteren Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes in unseren beiden Dörfern. Der Abwasserzweckverband Körkwitz wird jetzt die Vorplanung für die Gestaltung des Regenrückhaltebeckens in Auftrag geben.
Seit dem 1.1.2026 ist die Volkssolidarität nicht mehr der Hauptmieter des Mehrgenerationenhauses »Heidetreff«. Die Gemeinde verwaltet das Gebäude selbst. Zum Beginn des Jahres haben wir als Gemeinde die 3 Mitarbeitenden übernommen. Der Hauptausschuss hat einstimmig beschlossen, dass Frau Bannenberg ab dem 1.7. als Mitarbeiterin der Gemeinde eingestellt wird. Diese Entscheidung sichert, dass die gewohnte Arbeit im MGH »Heidetreff« weiter fortgesetzt wird.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der Haushalt des Jahres 2027 für die Gemeinde steht vor der Tür. Wenn Sie Projektideen, Vorschläge oder Wünsche haben, wenden Sie sich bitte an den Gemeindevertreter ihres Vertrauens oder besuchen Sie mich in der Bürgermeistersprechstunde. Keine gute und machbare Idee sollte verloren gehen.
Lassen Sie es uns gemeinsam mit Optimismus, Freude und Tatkraft angehen.
Ihr Manfred Labitzke
Bürgermeister Gemeinde Gelbensande
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,
die Einwohnerversammlung am 27.3. d. J. war eine ausgeglichene, sachliche Runde. Alle Fragen, die für die weitere Entwicklung unserer Gemeinde wichtig sind, wurden besprochen. Die Teilnehmer zeigten deutlich, dass es den Wunsch gibt, einmal im Jahr über alle Projekte der Gemeinde und über den Entwicklungsstand zu reden.
In den vergangenen Monaten habe ich immer über den Stand des Spielplatzes »Holztränkplatz« geschrieben. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Bauhofes ist es gelungen, den Spielplatz vor den Winterferien zu übergeben. Und wer den Spielplatz in den letzten Wochen besucht hat, spürt, dass die Kinder und Jugendlichen diesen Platz angenommen haben. Damit gibt es in Gelbensande eine »Spielplatz-Landschaft«, die alle Altersgruppen erfasst. Der Spielplatz am Katenteich für die bis 6-Jährigen, der Spielplatz auf der Bleiche für die 6- bis 10-Jährigen und dann den neuen Spielplatz für die »Großen«. In den nächsten Monaten kann dann die gesamte Fläche des Holztränkplatzes für Spiel und Sport, für Freizeit und Spaß erschlossen werden. Im Haushalt 2026 ist auch eine Erneuerung der Geräte am Katenteich vorgesehen.
Auf der Sitzung der Gemeindevertretung am 9. April beschlossen die Gemeindevertreter mit großer Mehrheit die neue Hauptsatzung, das »Grundgesetz«, der Gemeinde. Auf einige wichtige Punkte soll hier eingegangen werden.
Durch das Gesetz zur Modernisierung des Kommunalverfassungsrechts vom 14.5.2024 ergaben sich rechtliche Änderungen in der Kommunalverfassung für das Land Mecklenburg- Vorpommern, die eine Anpassung der Hauptsatzung vom September 2019 der Gemeinde Gelbensande erforderlich machten. Änderungen im Bereich des Baugesetzes machten ebenfalls eine Anpassung notwendig.
Die neue Hauptsatzung regelt eindeutig die Bildung und Bezeichnung der Ortsteile, einschließlich ihrer räumlichen Abgrenzung. Für die Gemeinde Gelbensande gibt es den Ortsteil Willershagen. Die Ortsteilgrenze stimmt jetzt eindeutig mit der Gemarkungsgrenze überein.
Gestärkt werden mit der neuen Satzung die Rechte der Gemeindevertretung. Die Vertreter entscheiden in Zukunft über die Einleitung und Ausgestaltung von Vergabeverfahren. In einem Grundsatzbeschluss legen die Gemeindevertreter das Vergabeverfahren fest. Die Entscheidung über das Vergabeverfahren erfolgt dann in öffentlicher Sitzung. Dafür ist die Zuschlagserteilung eine Aufgabe der laufenden Verwaltung. Wille des Gesetzgebers war es, die Gemeindevertretung von häufig wiederkehrenden Geschäften zu entlasten und diese dem Hauptausschuss oder dem Bürgermeister zu übertragen.
Auf den Hauptausschuss kommen nun eine größere Arbeitsbelastung und eine größere Bedeutung zu. Andererseits ist die Gemeindevertretung eher in der Lage, sich auf die wichtigen politischen und Grundsatzfragen zu konzentrieren.
Die Gemeindevertreter haben auf ihrer Sitzung einen 1. Nachtragshaushalt für 2026 beschlossen. Im neugefassten Stellenplan gibt es zwei Änderungen. Zwei Mitarbeiterstellen wurden zu einer Stelle mit 35 Stunden/Woche zusammengefasst. Dadurch wird diese Stelle attraktiver.
Des Weiteren wurde eine neue Stelle für das Mehrgenerationenhaus »Heidetreff« geschaffen. Das war notwendig, weil das MGH seit dem 1. Januar 2026 nicht mehr an einen Träger vermietet wird und die Gemeinde die Gemeinwohlarbeit eigenständig organisiert. Die entsprechende Stellenausschreibung wurde bereits veröffentlicht.
Im Nachtragshaushalt wurde auch die neue Kreisumlage eingearbeitet. Die Umlage beträgt neu 49,7 Prozent des Gemeindehaushaltes. Wir müssen 134.500 € mehr aus der Rücklage nehmen.
Das trifft uns hart. Diese hohe Umlage ist das Ergebnis der Landespolitik. Die gebührenfreie Kita in MV und andere soziale und investive Maßnahmen gehen erstmal zu Lasten der Gemeinden vor Ort. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Politik so gewollt ist.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die Selbstverwaltung der Gemeinden, die Umsetzung der großen Bundes- und Landespolitik stellt uns immer wieder vor große Herausforderungen.
Lassen Sie es uns gemeinsam mit Optimismus, Freude und Tatkraft angehen.
Ihr Manfred Labitzke,
Bürgermeister Gemeinde Gelbensande
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,
die Gemeinde hat die Frauen und Mädchen wie in den vergangenen Jahren auch, zur Feier anlässlich des Internationalen Frauentages, in das Mehrgenerationenhaus »Heidetreff« eingeladen. In meinen Begrüßungsworten habe ich deutlich gemacht, dass die Gleichstellung der Geschlechter, auch in der Bundesrepublik, immer wieder neu bewertet werden muss. Hier gibt es kein »ich habe fertig«, sondern die Gleichstellung aller Menschen muss immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden. Und wir merken immer wieder, dass es in anderen Ländern ein Zurück zu alten Geschlechterrollen gibt, was wir hier nicht wollen.
Zu solch einer Feierstunde gehören aber auch ein Kulturprogramm und Kaffee und Kuchen.
Bei vielen Beratungen spüre ich, dass es in Deutschland einen großen Reformstau und in der Infrastruktur einen nicht zu übersehenden Modernisierungs- und Instandsetzungsrückstand gibt. Die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Körkwitz im März 2026 machte das wieder deutlich. Zum Verständnis. Ein großer Teil der Ortslage Gelbensande entsorgt sein Abwasser in die Kläranlage Körkwitz. Diese Anlage wurde in den 1980 erbaut und entsorgte das damalige Faserplattenwerk Ribnitz und die Stadt Ribnitz-Damgarten. Mit dem Niedergang des Faserplattenwerkes konnte die Kläranlage nicht mehr voll ausgelastet werden, was aber für reibungsloses Funktionieren notwendig ist. Die damalige Gemeindevertretung Gelbensande hat dann gemeinsam mit der Stadtvertretung Ribnitz- Damgarten beschlossen einen gemeinsamen Abwasserzweckverband zu gründen.
Jetzt sind 35 Jahre ins Land gegangen. Die bestehende Anlage ist an ihre Grenzen gestoßen. Die Anzahl der Hotels und Ferienwohnungen, die entsorgt werden müssen, haben deutlich zugenommen. Die EU und Deutschland haben die Grenzwerte für das gereinigte Abwasser kräftig erhöht. Aus diesen Gründen hat die Verbandsversammlung eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben, aus der wir dann die nächsten Schritte ableiten können. In einem ersten Schritt werden die bestehenden Anlagen neu strukturiert, so dass wir für den notwendigen Neubau Zeit gewinnen. Parallel dazu wird mit dem Neubau der Klärbecken und Filteranlagen begonnen. Diese Phase wird voraussichtlich 2037/38 abgeschlossen sein. Die Investitionssumme liegt im zweistelligen Millionenbereich.
Auf der Verbandsversammlung wurde auch über den Zustand des Abwassersystems in Gelbensande gesprochen. Eine Kamerabefahrung im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass hier ebenfalls ein Instanthaltungsbedarf angewachsen ist. Die Situation in der Stadt Ribnitz ist aber deutlich kritischer, so das zuerst dort die Lage verbessert wird.
Die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Körkwitz erinnerte mich immer wieder an die gegenwertige Lage der Energieversorgungsgesellschaft Gelbensande. Auch hier stehen technisch überalterte Anlagen, auch hier ringen wir um die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Die Organe der Gesellschaft haben sich auf ihrer Beratung im März d.J. intensiv mit den notwendigen nächsten Schritten auseinandergesetzt. Im April 2026 sollen dann für die Gemeindevertretung die notwendigen Beschlüsse erarbeitet werden. Wir sind uns bewusst, nur mit eigener Kraft können wir den Weg in die kommenden Jahre gehen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
neben den großen Aufgaben gibt es immer wieder Dinge, die realisiert werden. So wurde der Spielplatz »Holztränkplatz« übergeben. Wir nehmen noch mal Anlauf, um Fördermittel für den dortigen Bolzplatz für das Jahr 2027 zu bekommen.
Lassen Sie uns diese Zeit mit Optimismus, Freude und Tatkraft angehen.
Ihr Manfred Labitzke
Bürgermeister Gemeinde Gelbensande