Informationen des Bürgermeisters

Parkplatz an der Kita

Der Bürgermeister der Gemeinde teilt mit, das der Parkplatz an der KITA öffentlich genutzt werden kann!

Februar 2021

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,

wer hätte das gedacht, die Corona-Pandemie hat uns nach wie vor fest im Griff und, wenn sie diese Zeilen lesen, ist wahrscheinlich noch kein Ende abzusehen.

Sie greift in ihr Leben ein und natürlich ist es auch auf der Ebene der kommunalen Selbstverwaltung zu spüren. Eine Reihe von Maßnahmen, die die Gemeindevertreter in Angriff nehmen wollen, dauern einfach länger. Aber seien sie sicher, wichtige Planungen werden angeschoben und sie werden letztendlich auch umgesetzt.

Die Umsetzung des Sanierungsprojekt „Altlastensanierung ehemaliger Holztränkplatz -Osmose Gelbensande“ ist jetzt sichtbar in Angriff genommen worden. Seit Anfang Januar laufen die Fällarbeiten auf dem kontaminierten Wall und auf der eigentlichen Osmosefläche.

Zunächst werden auf dem Areal die Flächen, die für die Baustelleneinrichtung samt Fahrflächen und Lagergassen benötigt werden, freigeräumt und die Bäume auf der Sanierungsfläche gefällt. Das Forstsamt Billenhagen hat die entsprechende Genehmigung erteilt. Danach beginnen die Erdarbeiten. Die kontaminierte Erde wird so aufbereitet, dass sie dann zielgerichtet entfernt werden kann. Bei den unmittelbaren Baggerarbeiten kann es zu kleinräumigen Staubverwehungen kommen. Diese werden aber durch die bauausführende Firma durch vorhandene Technik für die Benetzung des Bodens so gering wie möglich gehalten Zudem werden im Bedarfsfall Schutzzäune und Planen aufgestellt.

Im vergangenen Jahr haben die Gemeindevertreter gemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohner über eine spätere Nutzung des Holztränkplatzes nachgedacht. Die erste Zusammenfassung konnten sie auf der Homepage der Gemeinde und auf Aushängen im Mehrgenerationenhaus „Heidetreff“ nachvollziehen. Viele von ihnen haben auch diese Informationsquelle genutzt in ihre Vorschläge und Hinweise in den unterschiedlichsten Formaten deutlich gemacht. Dafür viel Dank, zeigt es doch, wie groß das Interesse an der weiteren Entwicklung der Gemeinde ist. Im Dezember 2020 sollte dann auf einer öffentlichen Veranstaltung weiter darüber diskutiert werden. Corona hat das verhindert.

Der Wunsch, sich hier weiter einzubringen ist aber ungebrochen. Unter Beachtung der geltenden Hygiene-Bestimmungen werden die Gemeindevertreter und die sachkundigen Mitglieder der Fachausschüsse am 18. Februar 21 sich mit der Gestaltung der Sportstätten auf der genannten Fläche auseinandersetzen. Danach erfolgt eine Rücksprache mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg.

Das Ziel dieser Gespräche bleibt, mit einer maximalen Ausschöpfung von Bundes- und Landesmitteln-Fördermittel das Beste für alle Generationen in der Gemeinde herauszuholen. Und so wie die Pandemie es zulässt, werden wir sie in die weitere Arbeit einbeziehen. Aber unabhängig davon stehen ihnen alle Gemeindevertreter als Gesprächspartner zur Verfügung.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit Erschrecken haben wir alle in den vergangenen Monaten erlebt, dass viele, oft auch altehrwürdige Bäume, aus dem Bild der Gemeinde verschwunden sind. Pilzbefall und andere Schädlinge haben ihren Anteil daran, dass die Sicherheit für uns nicht mehr gegeben war. Ich denke, dass wir damit über den Berg sind. Jetzt geht es hauptsächlich um Pflegemaßnahmen und um den Ersatz von verloren gegangenem Grün. Unsere beiden Gemeindearbeiter und die von der Gemeinde beauftragten Fachfirmen werden in der kommenden Vegetationsperiode alles tut, um die schmerzhaften Verluste wettzumachen.

Es gehört zum Gemeinschaftsleben in unseren beiden Dörfern, dass es im „Heidetreff“ für die unterschiedlichsten Altersgruppen gute kulturelle und kreative Angebote gab. Auch hier wird zurzeit nur ein Minimum angeboten. Aber die Ausgabestelle der „Rostocker Tafel“ war fast durchgehend zu erreichen. Und das seit 2005. Für viele Schülerinnen und Schüler bieten die Mitarbeiterinnen des Hauses Möglichkeiten für das Homeschooling an. Die Gemeinde hat im vergangenen Jahr und wird auch 2021 die entsprechende Hardware finanziert.

Lassen sie uns weiter die aktuelle Situation mit Disziplin, Suche nach neuen Lösungen und Optimismus angehen. Ich wünsche uns allen Gesundheit.

Manfred Labitzke

Bürgermeister

Januar 2021

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,

ein spannendes Jahr, ein Jahr mit unerwarteten Ereignissen ist zu Ende gegangen. Das neue Jahr bringt sicherlich auch wieder Überraschungen mit sich. Aber ich bin sicher, wir packen es an und finden Lösungen. Die Gemeindevertretung hatte sich für 2020viel vorgenommen. Nicht alles konnte in den vergangenen Monaten realisiert werden. Übergeben wurde der Parkplatz vor der Kita, im großen Maßstab wurden Baumpflegearbeiten an fast allen Orten in der Gemeinde durchgeführt. Sichtbar sind die fünf Informationstafeln für die Touristen, aber auch für den interessierten Einheimischen. In Willershagen steht das erste Buswarte-haus. Das Vorfeld am Friedhof wurde komplett umgestaltet. Das Mehrgenerationen-haus »Heidetreff« wurde im Inneren maler-mäßig instandgesetzt. Die Sanierungspläne für die ehemalige Osmose-Fläche sind fertig und werden in den kommenden Monaten umgesetzt. Aber die Corona-Pandemie hat auch viele Maßnahmen fast zum Erliegen gebracht. Eine Reihe von Ideen werden mit den finanziellen Mitteln aus 2020 im ersten Quartal2021 in Angriff genommen. Ich denke an das zweite Spielgerät auf der Bleiche, an die Neugestaltung des Gehweges im Heidering14–19. Die Instandsetzungsarbeiten am ehemaligen Feuerwehrgebäude befinden sich ebenfalls in der Warteschleife. Sehr zufrieden sind wir mit der Entwicklung unserer beiden kommunalen Gesellschaften,der Wohnungsgesellschaft und der Energieversorgungsgesellschaft. Für das neue Jahr haben sich die Gemeindevertreter wieder anspruchsvolle Ziele gestellt. Wir werden eine grundsätzliche Entscheidung zur Zukunft der EVG treffen. Die Ideen zur gemeindlichen Nutzung der Osmose werden in machbare Lösungen über-führt. Neugeschaffen wird ein Gehweg vom Sportplatzweg bis zum Heidering. Der Gehweg zwischen Heidering und Rosinenberg am Springbrunnen vorbei soll ein attraktiver Kern im Neubaugebiet werden. Geprüft wird, wie und mit welchem finanziellen Aufwand Meyers Hausstellen Weg umgebaut werden kann. Das Mehrgenerationenhaus erhält einen neu -en Außenanstrich, im Inneren werden alle Lampen auf LED umgestellt. Dazu kommt eine neue Bestuhlung. Der Sozialausschuss will sich intensiv mit der»Kunst auf der Bleiche« auseinandersetzen. Die Arbeitsgruppe »Neues Löschfahrzeug«wird die nächsten, wichtigen Maßnahmenfestlegen, damit die Feuerwehr in den nächsten Jahren ein modernes Löschfahrzeug bekommt. Nicht gering sind die finanziellen Mittel für die weitere Ausstattung der beiden Gemeindearbeiter. Wir gehen davon aus, dass zum Ende des Jahres 2021 der Bauhof viele Arbeiten in der Gemeinde mit eigenen technischen Mitteln erledigen kann. Angedacht ist ein Pilotprojekt »Laubbeseitigung«. Gemeinsam mit den Anliegern in der Eichenallee soll ein Laubbeseitigungssystem erprobt werden. Hat es Erfolg, können wir es dann auf weitere Straßenzüge ausdehnen. Das sind einige der geplanten Schwerpunkte im Haushaltsjahr 2021. Dazu kommen die sozialen und kulturellen Unterstützungen für alle Generationen, das Dorffest, die Frauentagsfeier, Kinderfest, Seniorengeburtstagsfeiern und -weihnachtsfeiern.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in der Rückschau gab es im abgelaufenen Jahr 2020 wieder viele Dinge, die uns in Gelbensande, in Deutschland, aber auch in der Welt bewegt haben. Die zahlreiche Jahresrückblicke haben uns diese nochmal deutlich vor Augen geführt. Halten wir jetzt noch Rückschau, oder beherrschen uns am Jahresanfang eher die Fragen: Welche Veränderungen, welche Herausforderungen bringt uns das neue Jahr? Welche Chance bringt und welche Risiken birgt das neue Jahr? Sicher ist, dass wir unser Leben und das in unserer Gemeinde nur an wenigen Stellschrauben so beeinflussen können, dass die Dinge so bleiben oder sich wandeln, wie wir es uns wünschen. Wir wissen nicht, welche äußeren Einflüsse auf unser Leben wirken und dieses verändern werden. Wir haben nur wenige Möglichkeiten und Einfluss auf den Wandel der Zeit und den Lauf unseres Lebens. Doch lassen Sie uns vielleicht auch im nächsten Jahr wieder versuchen, genau diese »wenigen« Stellschrauben die wir selber beeinflussen können so zu drehen, dass wir hoffentlich in der Rückschau im kommen-den Jahr festhalten können, dass das Jahr2021 ein gutes Jahr war. Denn oft sind es doch die kleinen Dinge im Leben, die das Große bewirken können. Helfen kann uns dabei vielleicht ein Zitat des britischen Historikers Sir William Ward(1837–1924):

»Der Pessimist klagt über den Wind,der Optimist hofft, dass er dreht,der Realist richtet das Segel aus.«

Für das neue Jahr 2021 wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen viel Glück, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit.

Manfred Labitzke

Bürgermeister

Dezember 2020

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,

nach wie vor hat uns die Corona-Pandemievoll im Griff. Sie bestimmt das öffentliche Leben, Zusammenkünfte in der Familie und nicht zuletzt auch die Arbeit der Gemeindevertretung und des Amtsausschusses. Die Sitzungen für den Monat November wurden abgesagt. Das ist schmerzlich, denn beide Gremien wollten sich mit den Haushaltsentwürfen für das kommende Jahr beschäftigen. Im Frühjahr 2020 gab es Überlegungen, Sitzungen im Umlaufverfahren durchzuführen. Das wurde dann kurzfristig wieder rückgängig gemacht. Jetzt gibt es neue Überlegungen in Schwerin. Die neue Regelung, die ab Dezember in Kraft treten soll, besagt, wenn der Landtagförmlich feststellt, dass die Kommunen des Landes durch die SARS-CoV-2-Pandemie besonderen Herausforderungen gegenüberstehen, dann muss die Kommunalverfassung modifiziert werden. Die Regelungen der Kommunalverfassung bedingen, dass der Willensbildung und Entscheidungsfindung in der Gemeindevertretung und ihren Ausschüssen ein direkter Meinungsaustausch bei gleichzeitiger körperlicher Anwesenheit der Mandatsträger vorausgeht (Präsenzsitzungen) und unter weitgehender Zugänglichkeit der Öffentlichkeit erfolgt (Öffentlichkeitsprinzip). Diese Regelungen er-weisen sich vor dem Hintergrund der zur Eindämmung der Pandemie gebotenen Hygienemaßnahmen als problematisch. Aber kein Gemeindevertreter sollte gezwungen werden, zwischen der Erfüllung des erteilten Wählerauftrages und dem Schutz der eigenen Gesundheit abzuwägen. Mit der modifizierten Regelung wird es in die Entscheidungsfreiheit der gemeindlichen Vertretungsorgane gestellt, das Gebot der Sitzungsöffentlichkeit dadurch zu erfüllen,dass die Sitzung audiovisuell in einen Raum in der Gemeinde (z.B. »Heidetreff«) oder über allgemein zugängliche Netze übertragen wird. Den »Heidetreff« aufzusuchen und die Sitzung dort mittels Videoübertragung zu verfolgen, oder aber einen Live -stream der Sitzung im Internet aufzurufen,ist ein der interessierten Öffentlichkeit zumutbarer Aufwand. In den öffentlichen Aushängen wird dann nach wie vor recht-zeitig informiert. Der Sitzungsbegriff der Gemeindevertretung sagt aus, dass die Gemeindevertretergleichzeitig körperlich in einem Raum an-wesend sind. Um den Gemeinden eine Aufrechterhaltung der Sitzungen ihrer Gremienunter noch weitergehender Reduzierung von Kontakten zu ermöglichen, wird ihnen Befugnis eingeräumt, Sitzungen als Videokonferenz durchzuführen. Dies schließt die Einbeziehung auch nur einzelner Gemeindevertreter ein (so genannte Hybridsitzung), die sich beispielsweise deshalb nicht zum Sitzungsort begeben können, weil ihnen dies durch Anordnungen der Gesundheitsbehörden untersagt ist. Will die Gemeinde von der Möglichkeit einer Videokonferenz Gebrauch machen, steht sie in der Verantwortung, geeignete technische Hilfsmittel bereitzustellen, die den Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern sowie den sonstigen Sitzungsteilnehmern eine adäquate Teilnahme ermöglicht. Die Gemeindevertretung hat bereits im Jahr2019 festgelegt, dass jedes Mitglied einen finanziellen Zuschuss für den Erwerb eines entsprechenden elektronischen Gerätes bekommt. Im »Heidetreff« wurde schon vor Corona eine neue Leinwand angebaut und die Möglichkeit geschaffen, Sitzungen auf diese zu projizieren. In den vergangenen Tagen wurde eine Software erworben, die Online-Sitzungen und Online-Einwohnerversammlungen ermöglicht. Die Corona-Pandemie zwingt uns zur Digitalisierung – diesen Eindruck hat wohl die Mehrheit, aber die Digitalisierung der Verwaltung stand schon vorher auf der Agenda. Sie wird jetzt nur deutlich beschleunigt.

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

leider musste die Einwohnerversammlung zur weiteren Entwicklung der »Osmose- Fläche« abgesagt werden (s.o.). Es wurden aber, wie auf der ersten Beratung zugesichert, vier Varianten erarbeitet. Diese können im »Heidetreff« angesehen werden,ebenso auf der Homepage der Gemeinde(www.gelbensande.de). Mitte Dezember 2020 wird die 1. Online-Einwohnerversammlung stattfinden. Der Termin wird dann rechtzeitig öffentlich ausgehängt. So werden wir, trotz Pandemie, Selbstverwaltung, die demokratische Einbeziehung aller weiter sichern.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

unsere Augen sind auf die kommenden Feiertage gerichtet, auf Weihnachten 2020.Wir wissen noch nicht, was uns erwartet,wie wir mit unseren Familien und Freunden dieses Fest begehen werden. Ich wünsche Ihnen ein paar ruhige Tage, Zeit für das Mit-und Füreinander, eine Zeit der Harmonie,der guten Wünsche und Vorsätze. Rückblickend stelle ich fest, wir haben dieses Jahr, trotz aller Belastungen, gemeistert .Aus kommunalpolitischer Sicht kann ich sagen, dass durch die angenehme Zusammenarbeit von Gemeindevertretern und den Mitarbeitern des Amtes Rostocker Heide sowie die Unterstützung durch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wieder eine positive Bilanz für das vergangene Jahr gezogen werden kann.

Manfred Labitzke, Bürgermeister

November 2020

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,

unser »Fest der Lebensfreude« am 3. Oktober 2020 hat gezeigt, dass viele den Wunsch haben, sich mit ihren Nachbarn und Freunden zu treffen. Und es war schön, dass die Kinder den Mitmachzirkus am »Heidetreff«mit großer Begeisterung angenommen haben. Fast 500 Besucher, eine Teilnehmerzahl,die die Organisatoren für ihre Aktivität mehr als belohnt. Die Hygienevorschriften waren aus meiner Sicht sehr streng, aber alle haben sich freiwillig daran gehalten. Dank an alle,die dieses Fest unter diesen ungewohnten Bedingungen organisiert haben, auch mit dem Wissen, dass alles ganz kurzfristig abgesagt werden kann. Vor einiger Zeit habe ich geschrieben, dass an der zukünftigen Entwicklung der Energieversorgungsgesellschaft intensiv gearbeitet wird. Wir wollen unsere Gesellschaft so auf-stellen, dass sie für die nächsten 20 bis 25 Jahre die Wärmeversorgung auf hohem Niveau sichert. Die ersten Ergebnisse liegen nun in einer Studie vor. Die Aufgabenstellung der Gemeindevertreter an das beauftragte Ingenieurbüro lautete, untersucht alle Varianten, lasst keine Möglichkeit ungeprüft. Untersucht wurde die Wärmeversorgungdurch Tiefengeothermie, Solarthermie, Erdgas, Heizöl, Biogas und Holzhackschnitzel. Die Geothermie hat in unserer Region keine Erfolgsgarantie, somit wird sie für die weiteren Untersuchungen ausgeschlossen. Alle anderen Wärmeträger werden weiter bewertet. Parallel zu den Energieträgern wurden auch verschiede Standorte geprüft, so der jetzige Standort, die Freifläche an der Bleiche und andere Möglichkeiten. Hier erfolgen weitere Untersuchungen. Das Ingenieurbüro vergleicht in den kommenden zwei Monaten fast an die Dutzend Varianten, um dann am Jahresende der Gemeindevertretung eine machbare Lösung vor zuschlagen. Geplant ist eine entsprechen de Beschlussfassung im Januar 2021.

Die Gemeindevertretung hat mehrheitlich auf ihrer Sitzung Anfang Oktober die Einrichtung einer Erinnerungsstätte für die gefallenen und verschollenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges bestätigt. Im Mai 2020 jährte sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges. Rund um den Globus wurde an dieses Ereignis erinnert, das ist darauf zurückzuführen, dass es sich beim Zweiten Weltkrieg um einen globalen Krieg handelte, der auf einem größeren Gebiet und mit größerer Gewalt geführt worden war, als jeder vorherige Krieg in der Geschichte. Die Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs in der Bundesrepublik unterscheidet sich jedoch grundlegend von der in anderen Ländern, was in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass dieser Krieg von den Deutschen, genauer gesagt vom nationalsozialistischen Regime, angezettelt wurde,dass er insgesamt mehr als 50 Millionen Menschenleben kostete und mit einer totalen Niederlage endete. In der Gemeinde Gelbensande wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten sehr intensiv an der Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges gearbeitet.

So entstanden in dem genannten Zeitraum auf dem Friedhof

• die Erinnerungsstelle für die polnischen Zwangsarbeiterinnen und

• der Erinnerungsstein für die 110 an TBC verstorbenen Männer und Frauen Aufgearbeitet wurde

• die Grabstelle für den ehemaligen Theologieprofessor und Rektor der Rostocker Uni, Prof. Brunstädt und

• die Grabstelle für Frau Schmidt, der letzten Grabstelle zum Ende des Krieges.

An diesen Stellen wird an Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnert. Wie steht es aber um die gefallenen und verschollenen deutschen Soldaten. Diese sind nicht in unserer Gemeinde bestattet worden. Auf einer Reihe von Familiengrabsteinen auf dem Friedhof Gelbensande wird an die gefallenen Söhne und Väter erinnert. Der Sozialauschuss der Gemeindevertretung Gelbensande hat bereits im Jahr 2019 vorgeschlagen, diese Grabsteine in würdiger Form zusammenzustellen. Diese schlichte Erinnerungsstätte ist jetzt gegenüber dem Kriegerdenkmal entstanden. Sie ist in ihrer Sprache und Gestaltung ein völliger Gegensatz zu dem Kriegerdenkmal für den 1. Weltkrieg. Wollte man 1926 noch die gefallenen»Helden« ehren, so gedenken wir heute den gefallenen und verschollenen Soldaten als Opfer eines verbrecherischen Regimes.

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

in den vergangenen Jahren wurden die Eltern unserer Neugeborenen immer zu Kaffee und Kuchen eingeladen, es kam zu netten Gesprächen und die Erziehenden bekamen einen Sachgutschein in Höhe von 100,- €. Diese Veranstaltung wurde bis jetzt immer weiter nach hinten verschoben, es sollte unter den Corona-Bedingungen kein Risiko eingegangen werden. Da sich die Lage nicht geändert hat, wird in diesem Jahr, hoffentlich ausnahmsweise, dieser Gutschein mit der Post zugestellt.

Bleiben Sie gesund!

Manfred Labitzke,

Bürgermeister

Oktober 2020

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,

noch immer bewegt uns die Corona-Pandemie, auch wenn es inzwischen deutliche Erleichterungen gibt. In unserer Gemeinde sind zahlreiche Veranstaltungen ausgefallen, so das lange vorbereitete Dorffest, das 30-jährige Chorjubiläum, das Fußballturnier und auch der Amtsausscheid der FFW. Bereits vor der Sommerpause haben sich mehrere Initiatoren zusammengefunden und beraten, was man unter den aktuellen Bedingungen machen könnte.

Geboren ist die Idee eines »Festes der Lebensfreude« am 3.10. Es ist alles vorbereitet. Am Nachmittag »Familienkaffee« im Mehrgenerationenhaus »Heidetreff« und auf der Freifläche ein Mach-Mit Zirkus für die Kinder. Danach eine Abschlussgala mit dem Chor. Mit dem Laternenumzug wird der Ort gewechselt. Das Lagerfeuer auf der Bleiche rundet den Tag ab. Wir werden aber alle Hygienebestimmungen einhalten. Wir waren solange diszipliniert, dass sollte auch weiterhin so bleiben.

Verwaltungen vergessen wenig. Der Unteren Naturschutzbehörde ist aufgefallen, dass die Gemeinde Gelbensande als Ausgleichspflanzung für das B-Plangebiet »Holtrand« noch 1 Hektar Wald aufforsten muss. In den 1990er Jahren war dafür eine Fläche am Hirschburger Landweg, westlich an der Waldkante vorgesehen. Es gab bei den Gemeindevertretern keine Diskussion, natürlich wollen wir die übernommene Aufgabe realisieren. Zur Umsetzung gab es mehrere Gedanken:

> Wir kaufen uns mit Öko-Punkten frei. Es wird dann irgendwo im Bundesland eine adäquate Fläche aufgeforstet.

> Oder, wir forsten die ursprünglich geplante Fläche auf, entweder mit einer Firma, möglich wäre aber auch, dass wir mit den Einwohnerinnen und Einwohnern im Frühjahr 2021 die Aufforstung durchführen. Eine Besichtigung vor Ort hat ergeben, dass ein Teil der genannten Fläche wahrscheinlich schon Wald ist. Ca. 2/3 sind aber noch Wiese. Wir prüfen jetzt folgende Variante: Der natürlich entstandene Wald bleibt, wie er ist. Die ca. 6.000 m² Wiese werden in Zukunft extensiv bewirtschaftet. So genutzte Grünlandflächen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Agrarlandschaft. Sie sind Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten, wie z.B. für viele, teils seltene Blumen- und Gräserarten, für Heuschrecken und Schmetterlinge, für Vögel (Wiesenbrüter!) und Säugetiere. Und nicht zuletzt ist die extensive Dauergrünlandnutzung als Agrarumweltmaßnahme förderfähig (Förderbetrag 150 €/ha und Jahr).

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

immer wieder machen Sie darauf aufmerksam, dass es in der Gemeinde fehlende Gehwegstücke gibt, dass Bordsteinkanten an Straßenübergängen zu hoch sind, dass Ecken in der Dämmerung und in der Nacht nicht ausreichend ausgeleuchtet sind. Es sind Barrieren, die das Alltagsleben erschweren. Ich stimme mit vielem überein: Barrierefreiheit ist ein Qualitätssiegel für eine Gemeinde. Barrierefreiheit wird zunehmend zu einem baulichen und sozialen Qualitätsmerkmal in den Städten, aber auch in den Dörfern. Das gilt gleichermaßen für die Wohnquartiere der Wohnungsgesellschaft, für jede öffentliche Einrichtung, für alle Wege und Plätze. Die uneingeschränkte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am öffentlichen Leben ist Voraussetzung für ein lebendiges Gemeinwesen, für aktive Mitwirkung, für die Übernahme von Verantwortung und für bürgerschaftliches Engagement. Die Schaffung von Barrierefreiheit ist auch eine Investition in die Zukunft. Um möglichst eigenständig leben zu können, sind ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen nicht nur auf geeignete Rahmenbedingungen in der eigenen Wohnung angewiesen. Von besonderer Bedeutung für ein selbst bestimmtes Leben im Alter sind vor allem die Erreichbarkeit und Nutzbarkeit des öffentlichen Raumes, dazu zählen alle Straßen, Wege und Plätze und Parkanlagen. Entscheidendes Merkmal ist, dass die Fläche für jeden und möglichst zu jeder Zeit frei zugänglich ist. Die barrierefreie Gestaltung muss in jedem Fall neben den Bewegungs- und Begegnungsflächen auch die Elemente der Ausstattung und Möblierung, der Orientierung, Beschilderung und Warnung berücksichtigen sowie die Beleuchtung einbeziehen.

Uns allen sollte immer wieder bewusst sein, Barrierefreiheit muss immer wieder neu gedacht, immer wieder neu betrachtet werden. Gehen wir mit offenen Augen durch unsere Dörfer, machen wir darauf aufmerksam, wo wir Veränderungen vornehmen müssen. Sprechen Sie mich, sprechen Sie Ihren Gemeindevertreter an.

Auf der Einwohnerversammlung zur Variantenplanung für die Fläche zwischen dem Schlossweg und der B 105 wurde vereinbart, dass im Oktober 2020 konkrete Vorschläge vorgelegt werden. Diese Beratung findet am 23. Oktober um 19.00 Uhr in der Sporthalle statt.

Genießen sie die Herbsttage.

Manfred Labitzke, Bürgermeister

Kontakt

Bürgermeister

Manfred Labitzke

über

Amt Rostocker Heide

Eichenallee 20a

18182 Gelbensande

Öffnungszeiten:

jeden 1. und 3. Dienstag im Monat

von 16:00 - 18:00 Uhr

Heidering 8

18182 Gelbensande

Telefon über Amt Rostocker Heide

038201/5000

Mail: buergermeister-gelbensande@t-online.de

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